Film- und Serienarchiv gelöscht

Tja, die Überschrift sagt schon alles. Heute hatte es mich kalt erwischt.

Aber wie kam es dazu?

Meine Backup-Platte vom NAS hatte nicht mehr genug Speicherplatz für weitere Datensicherungen. Und so dachte ich mir, ich lösche mal ein paar Verzeichnisse, bei denen ich es verkraften könnte, wenn sie weg wären. Meine Wahl fiel auf das Verzeichnis mit den Filmen und Serien, die sich über die Jahre angesammelt hatten. Also habe ich diese Verzeichnisse mit dem Dateimanager meines Synology-NAS gelöscht – dachte ich. In Wirklichkeit habe ich sie aus Unachtsamkeit aber im Produktivbereich gelöscht (dass das so war, ist mir aber erst heute, einen Tag später, aufgefallen). Nachdem ich die Dateien (wie ich dachte) aus dem Backup gelöscht hatte, hatte ich eine “Spitzenidee”: ich formatiere die Backupplatte komplett und stell dabei gleich auf das ext4-Dateisystem um. Gesagt getan und über Nacht ein neues Vollbackup gemacht.

Heute wunderte ich mich dann, dass auf meinem NAS auf einmal ca. 150 GB mehr frei waren als üblich, bis mir mein Fehler klar wurde: alle Filme im Produktivbereich gelöscht und das rettende Backup gleich hinterher. Fuuuuh!

OK, ich hatte die Verzeichnisse selbst als “nicht so wichtig” eingestuft, in dem ich sie aus meinem Backupplan entfernt hatte, aber der “Verlust” ist doch schmerzvoller als ich dachte. Schließlich hat man sich jahrelang ein ordentliches Archiv der Lieblingsfilme und -serien aufgebaut.

Ich werde mal ein paar Datenrettungstools testen, vielleicht ist da ja -zumindest teilweise- noch was zu retten.

Damn it!

Backupstrategie verfeinert

Es ist schon etwas länger als ein Jahr her, dass ich hier meine Backupstrategie beschrieben hatte. Im Prinzip hat sich seit damals auch nicht viel geändert – bis jetzt.

Mit der aktuellen Firmware DSM 3.2 meines Synology-NAS gibt es auch ein Erweiterungspaket für das Strato HiDrive, mit dem man seine Daten in die Cloud (ich liebhasse dieses Wort!) sichern kann. Hatte ich bislang auch gemacht, eben nur “zu Fuß” mit rsync per Cronjob. Mit dem HiDrive-Addon geht es aber nun komfortabler, schön mit Klickiklicki, ihr wißt schon.

Aber das ist nicht die einzige Änderung. Was mich von Anfang an der HiDrive-Geschichte störte, war die Tatsache, dass meine Daten bei Strato unverschlüsselt rumlagen. Und auch hier kann mein NAS Abhilfe schaffen – durch automatische Verschlüsselung der definierten Freigaben. Ist kein neues Feature, ich hatte mich nur noch nicht ausreichend damit beschäftigt. Nachdem ich aber nun ein paar Tests, vor allem mit dem Restore, gemacht hatte, sind nun die Freigaben mit meinen “heiligsten” Daten verschlüsselt. Alles muss man nicht verschlüsseln, die MP3-Sammlung kann man sicherlich mit ruhigem Gewissen auch unverschlüsselt bei Strato ablegen.

Das doofe an der Sache ist das erneute Übertragen mehrerer Gigabytes, aber da muss meine DSL-Leitung durch.

Microsoft ist nicht lustig!

Gerade habe ich bei Caschy das Video zur “Windows 7 Ultimate Pirate Edition” gesehen, eine Art Aufklärungsvideo in Sachen Raubkopien.
Und was soll ich sagen? ICH FIND’S SCHRECKLICH!

Die übertrieben hohe Stimme, die platte Ironie – einfach alles. Microsoft versucht so dermaßen krampfhaft lustig rüberzukommen, ich habe fast ein bißchen Mitleid.

Ach Microsoft, macht das, was ihr gut könnt: verkauft Software. Aber macht keinen auf lustig, kreativ oder innovativ – das seid ihr einfach nicht.

“Prey” – mobile Geräte schützen und orten

Smartphones und Notebooks geben uns die Freiheit unterwegs zu arbeiten und auf dem Laufenden zu bleiben. Trägt man aber die teilweise sündhaft teuren Geräte mit sich herum, ist es evtl. schnell passiert: Das Smartphone oder das Notebook geht verloren oder wird sogar gestohlen. Und damit ja nicht genug – mit den Geräten fallen u.U. auch sämtliche persönliche Daten, Kennwörter etc. in die Hände anderer.
Eine Schutzfunktion muss her, die im Fall der Fälle das schlimmste verhindern kann oder das Gerät im besten Fall sogar wiederbeschaffen kann.

Eine Open Source-Lösung für das Problem ist das Prey Project. Die Clients für Android und Mac OS X habe ich jetzt sowohl auf meinem Defy bzw. auf meinem Macbook installiert. Weiterhin gibt es noch Clients für Windows und Linux. Neben dem Client braucht man dann noch einen Account auf der Prey-Website, um seine Geräte im “Control Panel” verwalten zu können. Ein Account für bis zu 3 Geräte ist kostenlos, wenn man auf die “Pro”-Features verzichten kann. Im Control Panel meldet man die Geräte dann auch als vermisst und legt Aktionen fest, die ausgeführt werden sollen. Aber dazu gleich mehr…

Prey auf dem Macbook

“Silent but deadly” ist die Philosophie von Prey. Das trifft es gut, denn nach der Installation ist erst mal nichts von Prey zu sehen – kein Programm-Icon, keine Einstellungen, nix. Aber es läuft im Hintergrund und wartet nun auf den Ernstfall und auf weitere Instruktionen.

Prey auf Android-Geräten

Die Client-App wird “ganz normal” aus dem Market installiert und ist dann auch startbar. Der Start wird aber durch ein Kennwort gesichert. Nach zu vielen falschen Eingaben beendet sich die App von selbst. Hat man das Kennwort korrekt eingegeben, kann man Prey an seine Bedürfnisse anpassen. Dringend zu empfehlen wäre hier, dass man die Aktivierungs- und Deaktivierungsnachrichten ändert.

Gerät als vermisst melden

Der Ernstfall wird bei Notebooks und Smartphones unterschiedlich ausgelöst. Während man für ein vermisstes Notebook nur den Schalter “Missing” umlegt, muss man dem Android-Telefon eine SMS mit der “Activation message” (Aktivierungsnachricht) schicken. Standardmäßig lautet die Aktivierungsnachricht “GO PREY”, sollte aber wie schon gesagt individualisiert werden.

Die Geräte “wissen” nun, dass sie als vermisst gelten und können nun Gegenmaßnahmen ergreifen. Zum einen werden jetzt in regelmäßigen Abständen Reports (u.a. mit Geolokalisierung, Netzwerkinfos und bei Notebooks auch Screenshots und Webcam-Shots) an das Prey Control Panel geschickt.

“Silent but deadly” – das Sammeln von Informationen ist eher “silent”. “Deadly” wird’s erst, wenn man im Control Panel Aktionen definiert. Das kann ein hörbarer Alarm sein oder eine Nachricht, die der Dieb auf den Bildschirm bekommt. Weiterhin kann man das Gerät sperren, damit es niemand benutzen kann, bis man den Entsperrcode eingegeben hat. Auf Notebooks kann man auch persönliche Daten wie gespeicherte Kennwörter, Cookies etc. löschen lassen. Aber, VORSICHT beim Ausprobieren!

Zurück in den “Normalmodus”

Hat man sein Gerät wieder, stellt man im Control Panel “Missing” wieder auf “Off”. Android-Geräte werden wieder über eine SMS-Nachricht (Standard: “STOP PREY”) darüber informiert, dass alles in Ordnung ist.

Was noch fehlt…

Prey gibt es zwar schon für viele Plattformen, iPhone- und iPad-User gucken aber im Moment noch in die Röhre. Auch Android-Tablets in “WLAN-only”-Varianten dürften problematisch sein, da diese keine SMS empfangen können. Aber die Entwicklung geht ja weiter…

Mac-Migration mit Time Machine

Neues Notebook – das heißt normalerweise: alle Programme neu installieren, Einstellungen im System und in den Anwendungen vornehmen, Daten vom alten Rechner rüberholen. Oder kurz gesagt: das Ding zu seinem eigenen Arbeitsgerät machen.

Als ich mein Macbook heute nach dem Auspacken zum ersten Mal hochfuhr und den Einrichtungsassistenten durchlaufen habe, wurde mir angeboten, so ziemlich alles was ich haben wollte aus dem TimeMachine-Backup des alten Macs wiederherzustellen. Gesagt getan, Backup-Festplatte an das MBP angeschlossen und ab dafür. Nach einer halben Stunde begrüßte mich mein gewohnter Desktop und das Dock beherbergte all meine Programme: ForkLift, Photoshop, Lightroom, TextWrangler etc. – alles war da und startbereit.

Wow – “mach das mal mit einem Windows-PC” war mein erster Gedanke. Ich glaube zwar, es gibt mittlerweile Tools (3rd Party oder Bordmittel?), die eine ähnliche Migrationsfunktion bieten, aber ich glaube nicht, dass dies in komplexeren Installationen 100%ig klappt. DLLs, Registryeinträge – was braucht so ein Windows-System nicht alles…

Auf dem Mac scheinbar alles kein Problem. Dieses Positiv-Erlebnis hat mich wieder ein Stückchen mehr zum Apple-Fanboy gemacht.