Backupstrategie verfeinert

Es ist schon etwas länger als ein Jahr her, dass ich hier meine Backupstrategie beschrieben hatte. Im Prinzip hat sich seit damals auch nicht viel geändert – bis jetzt.

Mit der aktuellen Firmware DSM 3.2 meines Synology-NAS gibt es auch ein Erweiterungspaket für das Strato HiDrive, mit dem man seine Daten in die Cloud (ich liebhasse dieses Wort!) sichern kann. Hatte ich bislang auch gemacht, eben nur “zu Fuß” mit rsync per Cronjob. Mit dem HiDrive-Addon geht es aber nun komfortabler, schön mit Klickiklicki, ihr wißt schon.

Aber das ist nicht die einzige Änderung. Was mich von Anfang an der HiDrive-Geschichte störte, war die Tatsache, dass meine Daten bei Strato unverschlüsselt rumlagen. Und auch hier kann mein NAS Abhilfe schaffen – durch automatische Verschlüsselung der definierten Freigaben. Ist kein neues Feature, ich hatte mich nur noch nicht ausreichend damit beschäftigt. Nachdem ich aber nun ein paar Tests, vor allem mit dem Restore, gemacht hatte, sind nun die Freigaben mit meinen “heiligsten” Daten verschlüsselt. Alles muss man nicht verschlüsseln, die MP3-Sammlung kann man sicherlich mit ruhigem Gewissen auch unverschlüsselt bei Strato ablegen.

Das doofe an der Sache ist das erneute Übertragen mehrerer Gigabytes, aber da muss meine DSL-Leitung durch.

Fakturierung und Buchhaltung als Cloud Apps

Wer ein Gewerbe betreibt, sei es auch noch so klein, muss sich mit den Themen “Buchhaltung” und “Fakturierung” auseinandersetzen. Das ist bei mir nicht anders. Da ich mein Gewerbe nebenberuflich betreibe, will ich so wenig Zeit wie nötig mit diesen Sachen verbringen und mich auf meine eigentlichen Projekte konzentrieren.

Bislang habe ich dazu “Lexware BüroEasy” verwendet. Nach meinem Umstieg auf Mac war BüroEasy der einzige Grund noch ein virtuelles Windows XP zu betreiben. Für Mac OS X gibt es nicht wirklich gute und vor allem einfache Alternativen.
Als ich gestern die Buchhaltung für das ganze Jahr 2010 gemacht hatte, war ich von der ganzen Sache wieder derartig genervt, dass ich Google um Rat gebeten habe, ob es sowas nicht als Online-Anwendungen gibt.

Und Bingo: mit FreeFIBU und Billomat gibt zwei Cloud Services, die auf den ersten Blick wie für mich gemacht aussehen. Einfache Oberfläche, funktionell auf das nötige Minimum reduziert. Perfekt für den durchschnittlichen Kleinunternehmer. Und das Beste: beides ist (in der Grundversion) kostenlos.
So kann man in Ruhe testen, ob das gebotene den eigenen Ansprüchen genügt. Bislang (ok, meine Erfahrungen sind noch nicht so ausgeprägt) gefällt mir das schon sehr gut.

Bei Billomat habe ich auch gleich auf einen kostenpflichtigen Account umgestellt, da für die Nacherfassung von 2011 die Grenze von 5 Dokumenten pro Monat schnell erreicht ist. Man kann monatlich (bzw. zum Ende des gewählten Zahlungszeitraums) wieder downgraden, was ich wohl auch nach der Anfangsphase machen werde, da ich dann in der Praxis mit den Einschränkungen leben kann. Mehr als fünf Rechnungen schreibe ich nicht im Monat.

Bei FreeFIBU sieht es ähnlich aus. Grundsätzlich kostenlos, für den Jahresabschluss und evtl. Zusatzleistungen (“Kontrollpakete”) muss man bezahlen – das aber im absolut fairen Rahmen. FreeFIBU hat auch eine Live-Import-Schnittstelle für Billomat und man kann die Rechnungen direkt als Erlöse verbuchen. So schließt sich der Kreis!

Ich will nicht behaupten, dass mir die Buchhaltung in Zukunft “Freude” bereiten wird, aber mit den Services von FreeFIBU und Billomat fühle ich mich jetzt schon ein bißchen entlastet. Ich hoffe, der erste Eindruck täuscht nicht….