Backupstrategie verfeinert

Es ist schon etwas länger als ein Jahr her, dass ich hier meine Backupstrategie beschrieben hatte. Im Prinzip hat sich seit damals auch nicht viel geändert – bis jetzt.

Mit der aktuellen Firmware DSM 3.2 meines Synology-NAS gibt es auch ein Erweiterungspaket für das Strato HiDrive, mit dem man seine Daten in die Cloud (ich liebhasse dieses Wort!) sichern kann. Hatte ich bislang auch gemacht, eben nur “zu Fuß” mit rsync per Cronjob. Mit dem HiDrive-Addon geht es aber nun komfortabler, schön mit Klickiklicki, ihr wißt schon.

Aber das ist nicht die einzige Änderung. Was mich von Anfang an der HiDrive-Geschichte störte, war die Tatsache, dass meine Daten bei Strato unverschlüsselt rumlagen. Und auch hier kann mein NAS Abhilfe schaffen – durch automatische Verschlüsselung der definierten Freigaben. Ist kein neues Feature, ich hatte mich nur noch nicht ausreichend damit beschäftigt. Nachdem ich aber nun ein paar Tests, vor allem mit dem Restore, gemacht hatte, sind nun die Freigaben mit meinen “heiligsten” Daten verschlüsselt. Alles muss man nicht verschlüsseln, die MP3-Sammlung kann man sicherlich mit ruhigem Gewissen auch unverschlüsselt bei Strato ablegen.

Das doofe an der Sache ist das erneute Übertragen mehrerer Gigabytes, aber da muss meine DSL-Leitung durch.

Mac-Migration mit Time Machine

Neues Notebook – das heißt normalerweise: alle Programme neu installieren, Einstellungen im System und in den Anwendungen vornehmen, Daten vom alten Rechner rüberholen. Oder kurz gesagt: das Ding zu seinem eigenen Arbeitsgerät machen.

Als ich mein Macbook heute nach dem Auspacken zum ersten Mal hochfuhr und den Einrichtungsassistenten durchlaufen habe, wurde mir angeboten, so ziemlich alles was ich haben wollte aus dem TimeMachine-Backup des alten Macs wiederherzustellen. Gesagt getan, Backup-Festplatte an das MBP angeschlossen und ab dafür. Nach einer halben Stunde begrüßte mich mein gewohnter Desktop und das Dock beherbergte all meine Programme: ForkLift, Photoshop, Lightroom, TextWrangler etc. – alles war da und startbereit.

Wow – “mach das mal mit einem Windows-PC” war mein erster Gedanke. Ich glaube zwar, es gibt mittlerweile Tools (3rd Party oder Bordmittel?), die eine ähnliche Migrationsfunktion bieten, aber ich glaube nicht, dass dies in komplexeren Installationen 100%ig klappt. DLLs, Registryeinträge – was braucht so ein Windows-System nicht alles…

Auf dem Mac scheinbar alles kein Problem. Dieses Positiv-Erlebnis hat mich wieder ein Stückchen mehr zum Apple-Fanboy gemacht.