Mit einem Blickschutzfilter gegen die Neugier der anderen

Ich liebe es, wenn bei der Arbeit „Spielzeug“ eintrifft. Einfach mal Dinge testen, die man nicht jeden Tag in die Hände kriegt. Heute ist ein sog. „Blickschutzfilter“ angekommen…

Da einige Kollegen in einem unglücklichen Winkel zur Tür sitzen, kann man ihnen mehr oder weniger genau auf den Bildschirm gucken, wenn man den Raum betritt. Dies ist nicht nur vom Anwender unerwünscht, sondern auch höchst bedenklich: denn so kann der gemeine Bürger, der das Büro betritt, evtl. Einblick in vertrauliche Daten erlangen. Aus Datenschutzsicht ein absolutes No-Go.

Frontalansicht

Lange Rede, kurzer Sinn: ein Blickschutzfilter soll da Abhilfe schaffen. Dabei handelt es sich um eine spezielle Folie, die direkt auf das Display aufgebracht wird. Durch diese Folie ist jetzt nur noch ein störungsfreier Blick auf den Monitor möglich, wenn man direkt davor sitzt. Ab einem Blickwinkel von ca. 30 Grad wird die äußere Hälfte des Bildschirms aus Sicht des Betrachters schon dunkel, ab ca. 45 Grad sieht man so gut wie gar nichts mehr.

Sicht aus ca. 30 Grad

So weit, so gut. Das Ding erfüllt seinen Zweck, doch es hat auch seinen Preis…

Zum einen verdunkelt die Folie das Monitorbild. Helligkeit und Kontrast nehmen ab und die Farben kommen nicht mehr so kräftig durch. Weiterhin meint man, eine gewisse Unschärfe zu sehen, wenn die Folie nicht richtig Kontakt mit dem Display hat. Man hat dann auch den Eindruck, als ob der Monitor nicht gleichmäßig ausgeleuchtet ist.

Zwar wird die Folie, die ich getestet habe, mit 9 doppelseitig klebenden und logischerweise durchsichtigen Streifen an das Display geklebt, aber es kam bei mir immer wieder vor, dass ich die Folie an einigen Stellen wieder ans Display drücken wollte, weil es unscharf wirkte.
Auch wenn die Klebestreifen durchsichtig sind, so sind sie doch zwischen Folie und Display sichtbar – aber das übersieht man eigentlich schnell.

Sicht aus ca. 45 Grad

Fazit

Alles in allem muss man einfach die Notwendigkeit für eine solche Folie haben; als „Gimmick“ ist es auch schlicht zu teuer (für einen 22-Zoller haben wir stolze 70 EUR bezahlt). Wer aber seinen Arbeitsplatz nicht anders gestalten kann oder in öffentlichen Verkehrsmitteln am Notebook arbeitet und die neugierigen Blicke seiner Mitmenschen fürchtet, der ist mit einem Blickschutzfilter sicher gut beraten. Für die Augen ist es aber auf jeden Fall Gewöhnungssache…

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