Mac Mini mit einer SSD aufrüsten

Herkömmliche Festplatten sind heutzutage bei so ziemlich jedem PC oder Mac die große Performancebremse. Während RAM und CPUs in den letzten Jahren immer deutlich schneller geworden sind, gab es bei Festplatten einen großen Nachholbedarf. Die Lösung sind SSD-Laufwerke. Die neue Festplatten sind mittlerweile bezahlbar geworden, auch wenn man auf Speicherplatz im Terabyte-Bereich verzichten muss.

Riesigen Speicherplatz brauche ich auf meinem Computer nicht. Die Daten liegen auf meinem NAS. Also brauche ich nur Platz für das Betriebssystem, die Programme und ein paar wenige Datenverzeichnisse. Eine SSD ist also ideal für meine Zwecke. Gesagt, getan: bei Ebay eine gebrauchte Intel X25-M G2 80 GB SSD für meinen Mac Mini geschossen, die heute endlich angekommen ist.

Der Einbau gestaltet sich beim Mac Mini aber wesentlich komplizierter als beim 08/15-Tower-PC. Beim Mini ist der Name Programm, jeder cm ist verplant und so ist der Weg zum Festplattenumbau etwas holprig. Aber der Reihe nach.

Vorbereitungen

Als erstes muss das bestehende System aufgeräumt werden, denn ich „verschlechtere“ mich ja von 320 GB (serienmäßige Mac-HDD) auf nur noch 80 GB. Hier und das was löschen oder auf’s NAS verschieben und übrig blieben bei mir ungefähr 60 GB.

Diese 60 GB habe ich dann mit Carbon Copy Cloner auf die SSD (per USB-Adapter angeschlossen) kopiert. CCC erstellt eine komplett bootfähige Festplatte, d.h. die SSD war nach dem Kopiervorgang bereit für den Umbau. Für alle Fälle hatte ich natürlich noch eine CCC- und eine TimeMachine-Datensicherung gemacht. Man weiß ja nie…

Der Umbau

OK, ran an den Speck. Der Festplattenwechsel ist leidiges Gefummel, welches ich mir in folgendem YouTube-Video vorher ein paar Mal angesehen habe.

Der Umbau hat ca. 30 Minuten gedauert. Es ist in Wirklichkeit doch ein bißchen fummeliger und trickreicher als man beim mehrmaligen Ansehen des Videos meinen sollte, aber das Ergebnis zählt. Nun konnte der erste Start mit der SSD erfolgen.

Performance

Der Systemstart überzeugte mich irgendwie nicht so, spürbar schneller bootet der Mac Mini seltsamerweise nicht – eher sogar langsamer. Das Arbeiten bzw. vor allem das Starten von Programmen erfolgt nun aber deutlich schneller. Man muss im Hinterkopf behalten, die SSD ist gebraucht. Damit zeigt sie evtl. schon die Langzeit-Schwächen von SSDs, wenn kein „Trim“ genutzt wurde. Das kann ich aber nicht mit Sicherheit sagen.

„Trim“ wird mittlerweile ja auch von Mac OS X ab 10.6.7 unterstützt. Apple wäre aber nicht Apple, wenn sie dieses Feature nicht mit Einschränkungen veröffentlicht hätten. Die neue Funktion ist nur den Apple-eigenen SSDs vorbehalten. Platten von Drittherstellern gucken in die Röhre.

Aber wie bei so vielen Sachen haben intelligente Leute für jedes Problem eine Lösung und teilen sie mit uns per Internet…

Trim-Support „nachpatchen“

Mit dem Tool „Trim Enabler“ von Oskar Groth kann man Mac OS X ab Version 10.6.7 dazu überreden, den „heilenden“ Befehl auch bei anderen SSD-Modellen anzuwenden und so eine nahezu gleichbleibende Performance bei Schreibvorgängen zu gewährleisten.

Fazit

Der Mac Mini ist insgesamt spürbar schneller, das ist für mich die Hauptsache. Ich habe keine Stoppuhr-Tests gemacht, finde ich Schwachsinn. Man ist mit der Performance zufrieden oder nicht. Ob ein Programm nun in 0,5 oder 0,8 Sekunden startet ist da doch zweitrangig.

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