„Prey“ – mobile Geräte schützen und orten

Smartphones und Notebooks geben uns die Freiheit unterwegs zu arbeiten und auf dem Laufenden zu bleiben. Trägt man aber die teilweise sündhaft teuren Geräte mit sich herum, ist es evtl. schnell passiert: Das Smartphone oder das Notebook geht verloren oder wird sogar gestohlen. Und damit ja nicht genug – mit den Geräten fallen u.U. auch sämtliche persönliche Daten, Kennwörter etc. in die Hände anderer.
Eine Schutzfunktion muss her, die im Fall der Fälle das schlimmste verhindern kann oder das Gerät im besten Fall sogar wiederbeschaffen kann.

Eine Open Source-Lösung für das Problem ist das Prey Project. Die Clients für Android und Mac OS X habe ich jetzt sowohl auf meinem Defy bzw. auf meinem Macbook installiert. Weiterhin gibt es noch Clients für Windows und Linux. Neben dem Client braucht man dann noch einen Account auf der Prey-Website, um seine Geräte im „Control Panel“ verwalten zu können. Ein Account für bis zu 3 Geräte ist kostenlos, wenn man auf die „Pro“-Features verzichten kann. Im Control Panel meldet man die Geräte dann auch als vermisst und legt Aktionen fest, die ausgeführt werden sollen. Aber dazu gleich mehr…

Prey auf dem Macbook

„Silent but deadly“ ist die Philosophie von Prey. Das trifft es gut, denn nach der Installation ist erst mal nichts von Prey zu sehen – kein Programm-Icon, keine Einstellungen, nix. Aber es läuft im Hintergrund und wartet nun auf den Ernstfall und auf weitere Instruktionen.

Prey auf Android-Geräten

Die Client-App wird „ganz normal“ aus dem Market installiert und ist dann auch startbar. Der Start wird aber durch ein Kennwort gesichert. Nach zu vielen falschen Eingaben beendet sich die App von selbst. Hat man das Kennwort korrekt eingegeben, kann man Prey an seine Bedürfnisse anpassen. Dringend zu empfehlen wäre hier, dass man die Aktivierungs- und Deaktivierungsnachrichten ändert.

Gerät als vermisst melden

Der Ernstfall wird bei Notebooks und Smartphones unterschiedlich ausgelöst. Während man für ein vermisstes Notebook nur den Schalter „Missing“ umlegt, muss man dem Android-Telefon eine SMS mit der „Activation message“ (Aktivierungsnachricht) schicken. Standardmäßig lautet die Aktivierungsnachricht „GO PREY“, sollte aber wie schon gesagt individualisiert werden.

Die Geräte „wissen“ nun, dass sie als vermisst gelten und können nun Gegenmaßnahmen ergreifen. Zum einen werden jetzt in regelmäßigen Abständen Reports (u.a. mit Geolokalisierung, Netzwerkinfos und bei Notebooks auch Screenshots und Webcam-Shots) an das Prey Control Panel geschickt.

„Silent but deadly“ – das Sammeln von Informationen ist eher „silent“. „Deadly“ wird’s erst, wenn man im Control Panel Aktionen definiert. Das kann ein hörbarer Alarm sein oder eine Nachricht, die der Dieb auf den Bildschirm bekommt. Weiterhin kann man das Gerät sperren, damit es niemand benutzen kann, bis man den Entsperrcode eingegeben hat. Auf Notebooks kann man auch persönliche Daten wie gespeicherte Kennwörter, Cookies etc. löschen lassen. Aber, VORSICHT beim Ausprobieren!

Zurück in den „Normalmodus“

Hat man sein Gerät wieder, stellt man im Control Panel „Missing“ wieder auf „Off“. Android-Geräte werden wieder über eine SMS-Nachricht (Standard: „STOP PREY“) darüber informiert, dass alles in Ordnung ist.

Was noch fehlt…

Prey gibt es zwar schon für viele Plattformen, iPhone- und iPad-User gucken aber im Moment noch in die Röhre. Auch Android-Tablets in „WLAN-only“-Varianten dürften problematisch sein, da diese keine SMS empfangen können. Aber die Entwicklung geht ja weiter…

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