HTC One S – the one I’ve been waiting for!

Das Smartphone, auf das ich gewartet habe?

Da ist es also – das neue Smartphone, auf das ich gewartet habe. Das meint das HTC One S zumindest ganz unbescheiden von sich selbst.

Bescheidener ist da schon eher die Verpackung, in der das Mittel- bis Oberklasse-Smartphone von HTC daherkommt. Keine Hochglanzbox, sondern eher ein besserer Eierkarton beherbergt meinen neuen Alltags-Begleiter. Aber mal ehrlich: was interessiert einen der Karton? Der kommt eh direkt auf den Dachboden, und das auch nur, damit man das Handy später bei Ebay mit „Originalverpackung“ wieder verticken kann.

Wichtiger sind die inneren Werte. Und die stimmen beim HTC One S. Dass ich diesmal ein etwas hochwertigeres Gerät ausgesucht habe, merke ich sofort, als ich es das erste Mal in der Hand halte. Kein reines Plastikgehäuse, sondern ein Metallbody, den HTC mittels „Micro Arc Oxidation“ herstellt. Im Vergleich zu meinem Motorola Defy ist das One bedeutend größer, dafür aber viel dünner. Die Handhabung ist aber klasse und hosentaschenkompatibel ist es auch – gerade noch so.

Mit dem Gerätewechsel gibt’s bei mir auch den Sprung von Android 2.3 (Gingerbread) auf 4.0 (Icecream Sandwich). HTC „pimpt“ das ganze dann noch mit der eigenen „Sense UI“, welche sehr aufgeräumt und gut zu bedienen ist.

Der erste große Euphoriedämpfer kommt aber schon am ersten Tag: der Empfang, besonders der 3G-Empfang, ist miserabel. Die meiste Zeit funkt das Handy im Edge-Modus, und das nicht mal stabil. Halte ich das Gerät in der linken Hand, um es mit den Fingern der rechten Hand zu bedienen, geht der Empfang innerhalb von 30 Sekunden auf Null runter. Schock! So ein tolles Gerät – aber so ein No-Go-Bug???

Google ist mein Freund und ich finde schnell in Foren Einträge, die meine Befürchtung zumindest teilweise bestätigen. Dass das Netz bei mir aber komplett weggeht, scheint wirklich die Ausnahme zu sein. Auch die Mitarbeiterin im Supportchat von HTC tippt auf einen Hardwaredefekt und empfiehlt mir, das Gerät einzusenden.
Um die Rückgabe vorzubereiten, mache ich einen Factory-Reset. Und was soll ich sagen? Nachdem das Gerät wieder auf Werkseinstellungen zurückgesetzt wurde, ist der Empfang DEUTLICH besser. Fast so gut, wie ich es von meinem Defy gewohnt war, wenn auch nicht ganz so gut. Aber ok, das One hat ein Metallgehäuse. Das schirmt die Antennen natürlich ein wenig ab.

Also doch wieder das Smartphone „auf das ich gewartet habe“? Ich hoffe es. Nach knapp vier Tagen und überstandenem Pseudo-„Antennagate“ bin ich erst mal komplett zufrieden.

Ein absolutes Highlight ist übrigens die Kamera, damit hebt sich das One S deutlich ab. Features wie die Panoramafunktion und die Möglichkeit HDR-Fotos zu schießen, machen das Handy zur vollwertigen Alternative zur Digitalknipse. Hier mal ein paar Beispiele…

Panoramabild

HDR

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